Lebensmittelrettung: Aroniabeeren

Ein Ettenheimer Acker voller Aroniabeeren – der dieses Jahr vom Besitzer nicht geerntet werden konnte – war Anlass für eine gemeinsame und gemütliche Beerenrettung. An vier sonnigen Herbsttagen ernteten mehr als 20 Menschen die wertvollen Beeren und verarbeiteten sie auf verschiedenster Weise. Eine genussvolle Aktion gegen Lebensmittelverschwendung und eine tolle Möglichkeit, eine noch relativ unbekannte Obstart kennenzulernen und die eigene Kreativität bei der Verarbeitung freien Lauf zu lassen.

Wissenswertes

Die Schwarze Apfelbeere (Aronia melanocarpa) stammt aus Nord-Amerika und wächst als Strauch von 1 bis 2 Metern Höhe. Die Pflanze ist relativ robust, genügsam und winterfest bei bis zu -35°C. Die hohe Flavonoidkonzentration in der Fruchtschale der erbsengroßen, schwarzen Aroniabeeren macht sie wenig anfällig für Schädlinge.

Die Beeren, die ab Mitte August bis Oktober geerntet werden können, schmecken süß-säuerlich-herb und ähnlich der Heidelbeere. Aroniabeeren enthalten neben Flavonoide auch Folsäure, Provitamin-A, Vitamin-B2, Vitamin-K und Vitamin-C und sind somit gesundheitsfördernd. Wegen ihrer kräftigen roten Farbe (Anthocyane) werden sie auch als Ersatz für Lebensmittelfarben verwendet.

Verarbeitung

Die Beeren können getrocknet (wie Rosinen) verwendet werden, zu Konfiture verarbeitet oder entsaftet werden. Zu Mus puriert kann man sie zu Fruchtleder trocknen lassen oder mit Apfelmus mischen. Eingefroren oder in gemahlener Form sind sie eine beliebte Smoothie-Zutat.

Wir danken dem Eigentümer des Aronia-Ackers recht herzlich für die schöne Erntestunden mit wertvollem Austausch und natürlich für die prächtige Ernte! Hierunten auf den Bildern einige der Aronia-Erzeugnisse, die nach dem Ernten kreiert wurden: getrocknete Aroniabeeren fürs Muesli, Aronia-Fruchtleder, Apfel-Aroniamus:

Im Rahmen des Projekts “Lernen für Landmosaik” folgen noch weitere Workshops und Aktionen. Möchtest du eine Einladung per E-Mail empfangen? Melde dich kurz bei martine@lebensmittelpunkt-ettenheim.de

Das Projekt „Lernen für Landmosaik“ wird gefördert durch den Ideenwettbewerb „Gemeinsam:Schaffen“

des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Posted in Allgemein

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.