Glokale Küche

Globale Kochkunst, lokale Zutaten.

Globale Verantwortung, lokaler Genuss.

Globale Zusammenhänge, lokale Begegnungen.

Das Konzept

Nach Ettenheim aus verschiedenen Ländern geflüchteten KochliebhaberInnen bereiten gemeinsam mit SchülerInnen Speisen aus ihren Kochtraditionen zu.

Es werden Rezepte ausgewählt, die überwiegend aus saisonalem lokalem Gemüse gekocht werden können. Alle weitere verwendete Zutaten werden angesichts ihrer ökologischen Auswirkung sorgfältig geprüft und anspruchsvoll gewählt.

Die glokalen Menüs werden abends angemeldeter Gäste auf Spendenbasis serviert.

Die Erfahrungen der Schüler und Köchinnen fließen zusammen mit den glokalen Rezepten in ein Kochbuch ein.

Die Teilnehmende setzen sich mit den ökologischen und sozialen Auswirkungen von Nahrungsmitteln auseinander und erleben interkulturelle Zusammenarbeit in der Praxis. Projektmitarbeiter begleiten pädagogisch und organisatorisch die Vorbereitung sowie die Kochaktionen selbst.

Die Gäste werden mit liebevoll und überraschend zubereiteten Speisen und ein schönes Ambiente verwöhnt. Sie erhalten einen Einblick in fernen Länder, in nahegelegten Äcker und in die  Erkenntnisse der Kochteams.

Glokale Küche wird aus Mitteln der Glückspirale des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft gefördert.
Träger des Projekts ist der Schulverein Löwenzahn e.V.. Die Willkommensinitiative Neustart ist Projektpartner.

Im September 2020 ist das Projekt nach einem eingeschränkten halben Jahr endlich gestartet. Die Kochzusammentreffen fanden vorerst im kleineren Rahmen statt: SchülerInnen und KochliebhaberInnen aus fernen Ländern konnten an vier Terminen ihre Klasse glokal bekochen, bevor die Auflagen sich wieder verschärften. Die Teilnehmende äußerten sich bei der gemeinsamen Nachbesprechung sehr positiv über ihre Erfahrungen. Was die exotischen Menüs betrifft, wurden sie von den Jugendlichen interessiert und teilweise auch skeptisch probiert und schließlich genüsslich verschlungen. Auch da, waren die Feedbacks begeistert, was Tamar (aus Georgien), Fatimeh (aus Afghanistan), Ngozi (aus Nigeria) und Roland (aus Georgien) besonders freute.

Im Sommer 2021 sollen die öffentlichen Veranstaltungen mit eingespielten Teams und geprobten Menüs stattfinden.

Die lange Vorbereitungszeit wurde zwar von den Gegebenheiten erzwungen, das Sprichwort „gut Ding will Weile haben“ gilt dennoch und nach einem Reifungsprozess werden die Schlemmer-Abende bestimmt noch schmackhafter und runder sein!