Workshop Permakulturdesign

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Anfang Mai 2022 formten Frühlingssonne und prilles Grün das perfekte Setting für einen Workshop Permakulturdesign unter der Leitung von Rony „Regenwurm“ Müller. Das Ziel: Wissen, Erkenntnisse, Erfahrung und Ideen für eine optimale Gestaltung des Ackers der Solidarischen Landwirtschaft in Ettenheim sammeln. Hier unten findest du einen Rückblick.

Die Einladung findest du hier.

Was ist Permakultur?

Permakultur steht für permanent (agri)culture, ein Konzept zur Gestaltung zukunftsfähiger Lebensweisen und Systeme, insbesondere in Landwirtschaft und Gartenbau. Es basiert auf gründlicher Beobachtung natürlicher Ökosysteme und den Leitprinzipien “Fürsorge für die Erde – Fürsorge für die Menschen – gerechtes Teilen”. Mithilfe von verschiedenen Gestaltungswerkzeugen können so widerstandsfähige und enkeltaugliche Systeme geschaffen werden.

Beobachten und analysieren – mit Spaß!

Am ersten Mai-Sonntag trafen sich 25 Menschen aus allen Altersgruppen auf dem Solawi-Acker. Auf spielerische Art wurde der Workshop geöffnet und dabei die Leitprinzipien der Permakultur von allen Teilnehmenden bildlich und leiblich erfahren. Anschließend ging es um die verschiedenen Phasen des Permakulturdesignprozess. Gegen Ende des Vormittags machten wir erste Beobachtungsrunden – zuerst individuell und danach im Austausch. Im ersten Schritt wurden ganz unbefangen objektive Wahrnehmungen sowie subjektive Eindrücke auf dem 1,1 ha großen Gelände gesammelt. Nachher betrachteten wir verschiedene physikalische Gegebenheiten auf dem Gelände: die Abflussrichtung des oberirdischen und unterirdischen Wassers, die Orientation, die vorherrschende Windrichtung, Bodeneigenschaften wie Bodenart, Bodenstruktur, Humusgehalt und Bodenleben usw.

Beobachtung der Bodenart, Bodenstruktur und Bodenleben
Auch viele Fragen der Teilnehmer:innen wurden behandelt

Bewerten, Designen, Austauschen

Nach einem herrlichen Picknick aus mitgebrachten Speisen fing die Planungsphase an, zuerst individuell und dann in Kleingruppen. Dabei wurden die Erkenntnisse der Beobachtungsrunden – unter Berücksichtigung der Randbedingungen – zu verschiedenen Gestaltungsentwürfen für den Acker integriert, präsentiert und diskutiert.

Es war hochinteressant, wie verschiedene Kleingruppen teilweise die gleichen und teilweise ganz andere Ansätze und Argumenten für die Plazierung von Infrastrukturelementen, Anbauflächen, Sozialräumen, Wasserretentionsstrukturen, Wegen und Hochstammbäumen hatten. Auch Workshopleiter Ronny Müller gab sein Feedback und eigene Ideen mit in die Runde, so dass jeder seine Überlegungen noch einmal reflektieren konnte.

Das Ergebnis: eine Vielfalt an Ideen, woraus sich sicherlich ein sinnvoller Gestaltungsplan destillieren lässt. Ziel dabei ist ein Konzept, dass eine „permanente Kultur“ zulässt, das heißt auf Dauer nachhaltig ist und sowohl wirtschaftlichen, ökologischen als auch sozialen Ansprüchen gerecht wird und von den Menschen vor Ort getragen, mitgestaltet und immer wieder optimiert wird.

Wissenstransfer für den Planungsprozess
Die Kleingruppen präsentieren ihren Planungsentwurf

Vertiefung

Der partizipative Prozess des Permakultur-Designs auf dem Acker wurde während ein zusätzliches, fast vierstundiges Webinar am nächsten Tag wunderbar ergänzt. Ein solide theoretische Basis und viele Erfahrungsberichte zu diversen Themen, wie Wasser- und Bodenmanagement in Zeiten des Klimawandels, Windschutzmaßnahmen, weitere Gestaltungselemente der Permakultur, Teichbau und die Herstellung von Biokohle und Pflanzenjauchen erweiterte das Wissen der Teilnehmern noch mal gründlich!

Feedback

Einige Rückmeldungen der Workshopteilnehmer:innen:

Eine wunderbare Inspiration“;

Kompetent und flexibel, super Mischung aus Theorie und Praxis“;

Es hat mir super gefallen, den Design-Prozess mal selber gemacht zu haben (statt immer nur darüber zu lesen) und zu sehen, was für viele schöne verschiedene Bilder am Ende dabei entstanden sind!;

Der Workshop hat mich wieder an viele Dinge erinnert, mit denen ich mich einmal beschäftigt hatte. Eine wunderbare Inspiration für mich, diese Themen wieder mehr in meinen Fokus zu nehmen! Den kommenden workshop notiere ich mir auch gleich.“

Im Rahmen des Projekts “Lernen für Landmosaik” folgen noch weitere Workshops und Vorträge. Möchtest du eine Einladung per E-Mail empfangen? Melde dich kurz bei martine@lebensmittelpunkt-ettenheim.de

Das Projekt „Lernen für Landmosaik“ wird gefördert durch den Ideenwettbewerb „Gemeinsam:Schaffen“ des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

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